Drei Fragen – drei Antworten des ORF Tirol

Bild: ORF Tirol
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Aktuell hat der ORF Tirol alle Wahlkandidaten unter diesem Motto befragt. Leider sind aus Platzgründen die Antworten gekürzt worden und daher auch nicht ganz richtig interpretiert. Aus diesem Grund führen wir hier die Antworten von Helmut Buchacher an.

Die 3 Themen – 3 Fragen und unsere ungekürzten Antworten dazu.

Frage 1:
Was ist Ihr konkreter Vorschlag, um den seit Jahrzehnten überteuerten Innsbrucker Wohnungsmarkt zu entschärfen?

Antwort:
Die im letzten Jahr beschlossene Mietpreisdeckelung für einen Teil der IIG-Wohnungen mit relativ günstigen Wohnpreisen, ist an Unsolidarität nicht mehr zu überbieten. Dies wird von allen Innsbrucker SteuerzahlerInnen finanziert, auch von jenen, die horrende Mieten zahlen müssen. Mein Antrag allen MieterInnen einen Mietpreisdeckel von 2 % zu gewähren, wenn sie Mietbeihilfe beziehen, wurde nicht angenommen.
Mein Antrag leerstehende Wohnungen über die Stadt (IIG) nach dem „Vorarlberger-Modell“ anzumieten und zu günstigen Konditionen weiterzuvermieten, wurde nicht realisiert. Hier könnte man auch eine weitere Erhöhung der Leerstandsabgabe überlegen.
Eine weitere Lösung wäre möglich, wenn man bei Neubauten verbindlich 50% für leistbares Wohnen vorschreiben könnte. Dringender Handlungsbedarf besteht beim Bund, wenn auch in den gesetzlichen Bestimmungen ein 2 % Mietpreisdeckel verankert wäre. Eine rasche Sanierung, wie auch die Aufstockung der Altbauten würde eine Erleichterung schaffen.

Frage 2:
Welche Maßnahme in puncto Mobilität (beispielsweise im Bereich Individualverkehr, ÖPNV, mögliche Zukunftskonzepte wie Stadtseilbahn etc.) würden Sie umsetzen wollen?

Antwort:
Eine Verkehrspolitik die das bisherige Gegeneinander fördert, lehnen wir ab. Prioritär sind für uns die Sicherheit der FußgängerInnen, Öffi-NutzerInnen, RadfahrerInnen und dann der MIV. Was sich auf Gehsteigen, Fußgängerzonen, Haltestellen, etc. abspielt, ist für uns inakzeptable. Dass der öffentliche Verkehr entgegen der politischen Appelle, mit dem Dezemberfahrplan für die Kunden verschlechtert wurde, ist ein Versagen der IVB und ebenfalls inakzeptabel.
Angesichts der knappen Kassen bei Stadt und Land schlagen wir vor, dass die Linie „T“ nicht mit einer Straßenbahn nach Völs verlängert wird, sondern mit modernsten O-Bussen die als Durchmesserlinie bedient wird.

Frage 3:
Wie sieht Ihr Zukunftskonzept aus, um mehr Platz für junge Menschen in Innsbruck zu ermöglichen? Was wäre ein konkretes Projekt?

Antwort:
Die jungen Menschen in unserer Stadt brauchen unbedingt mehr Freiräume und Veranstaltungsorte. Wir würden uns die Rotunde oder im Bereich der Rossau entsprechende Veranstaltungseinrichtungen vorstellen. Längere Öffnungszeiten in der Innenstadt würde die Attraktivität für Jung und Alt steigern. Eine ersatzlose Schließung vom Cineplexx ist nicht annehmbar. Mit den Clubbetreibern muss eine Einigung erzielt werden. Der Fortbestand des „Sonnendeck`s“ wäre wünschenswert, wenn haftungsrechtliche Fragen geklärt sind, die Alternative wäre westlich des Flughafens. Multifunktionale Sportplätze sollten in jedem Stadtteil angeboten werden.

Link zum Artikel des ORF Tirol

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